St.-Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift
Ein Geschenk des großen Gelehrten an seine Stadt

Nikolaus von Kues war nicht nur ein großer Denker – er hatte auch ein großes Herz.
So stiftete er seiner Heimatstadt ein Hospital für 33 bedürftige Männer aus allen Ständen.
Die spätgotische Stiftsanlage nach klösterlichem Vorbild ist bis heute ein stilvoller Alterssitz für Senioren.
Ein Hauch von zeitlos gültiger Architektur und harmonischer Schönheit umweht den Besucher im mittelalterlichen Kreuzgang, in der gotischen Kapelle, die zu den schönsten Sakralbauten des Trierer Landes gehört und in der Bibliothek, in der die geistige Ernte des großen Universalgelehrten Nikolaus von Kues gesammelt wird.
Diese Bibliothek ist mit einer Fülle von Handschriftensammlung aus dem 9. bis 15. Jahrhundert angefüllt und gehört heute zu den kostbarsten privaten Handschriften-Sammlungen der Welt.
Das Hospital erfüllt seit 1465 seine Bestimmung. Durch eine umfassende Renovierung und Erweiterung vor einigen Jahren entspricht es allen Erfordernissen der heutigen Zeit.
Ausführliche und informative Führungen durch Bibliothek, Kreuzgang und Stiftskapelle, Konvent- und Barocksaal werden von April bis Oktober, dienstags 10.30 Uhr und freitags 15.00 Uhr angeboten. Für Besuchergruppen können zu jeder Zeit Besuchstermine vereinbart werden.
Führungen:
Führungen nur April bis Oktober
dienstags 10.30 Uhr und freitags 15.00 Uhr
Telefon 06531 - 2260
Fax 06531 - 94087
Mehr über das St.-Nikolaus-Hospital erfahren Sie auch unter http://www.cusanus.de/.
Die berühmte Bibliothek
Als besonderen Schatz beherbergt das Hospital die Bibliothek des Nikolaus von Kues.
Man sagt mit Recht, dass sie eine der kostbarsten Privatbibliotheken der Welt ist, weil in ihr die ganze Fülle der Handschriften und Inkunabeln, die der große Humanist besaß, erhalten geblieben ist.
Sie ist eine einzigartige Sammlung und ein Spiegelbild des genialen Geistes an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.
Kernstück der Bibliothek sind die 314 Handschriften aus der Zeit vom 9. bis 15. Jahrhundert. aus allen Wissensgebieten: Philosophie, Theologie, Mystik, kirchliches und weltliches Recht, Geographie und Geschichte, Medizin und Astronomie.
Dazu kommen 132 Wiegendrucke aus der Zeit unmittelbar nach der Erfindung der Buchdruckerkunst mit beweglichen Lettern.
Der in späterer Zeit hinzugekommene Altar enthält liturgische Geräte, zum Teil aus dem Besitz des Nikolaus von Kues.
Ein besonders schönes Exemplar der Goldschmiedekunst des ausgehenden Mittelalters ist der Kelch.
Das byzantinische Doppelkreuz deutet auf die Reise des jungen Gelehrten nach Konstantinopel im Jahr 1436 hin.
Die Kapelle
Die Kapelle ist ein bedeutendes Bauwerk der Gotik.
Sie hat zwei Teile: den Laienraum mit der einen Säule, aus der 12 Bögen hervorgehen, die das Gebäude tragen: ein Symbol dafür, dass die Kirche auf Christus als Säule und die 12 Apostel gegründet ist.
Im anderen Teil, dem Chorraum, steht der große Flügelaltar mit der Darstellung des Leidens und Sterbens Christi und dem Bild des Stifters, Nikolaus von Kues, am Stamm des Kreuzes. Im Altarraum ruht unter einer Messingplatte das Herz des Stifters in einer Bleikapsel.
Bemerkenswert in der Kapelle sind noch das Wandbild, welches das Jüngste Gericht darstellt, und die Grabplatte mit der Darstellung der Schwester des Stifters.
















