Weinlese an der Mosel
Den Herbst hautnah erleben - Mit Herz und Hand bei der Sache
Die Traubenlese, auch Weinlese, bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben. Bei der manuellen Lese (traditionell) werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit, zur Steigerung der Qualität nur die besonders reifen Trauben auszuwählen (diese Auslese ist namensgebend bei dem gleichnamigen Prädikat innerhalb der Qualitätsweine mit Prädikat). Grundsätzlich werden nur die reifen Trauben geerntet. Die Trauben sollten dabei, mit Ausnahme der edelfaulen Trauben, gesund sein.
Die maschinelle Lese erfolgt durch einen Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Traubenbeeren werden von einem Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet. Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.
Am besten schmeckt der Wein, wo er wächst und direkt geerntet wird. Für Weinfreunde ist die Reise im Herbst zur Zeit der Traubenlese deshalb besonders reizvoll. Fragen Sie Ihren Winzer – viele bieten die Möglichkeit an, einen Tag bei der Lese mitzuhelfen. Dabei erleben Sie nicht nur die Faszination Wein hautnah, sondern lernen bei der anschließenden deftigen Brotzeit auch die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Bernkastel-Kueser kennen!
















