Interview mit der Mosel-Weinkönigin Katharina
Die neue amtierende Weinkönigin des größten Riesling-Anbaugebietes Mosel heißt Katharina Okfen und kommt aus der Wein- und Ferienregion Bernkastel. Wir haben Sie nicht nur zu ihren interessanten Aufgaben befragt.
F: Frau Okfen, deutscher Wein liegt zur Zeit im Trend. Wie erklären Sie sich das?
A: Es liegt wohl am gestiegenen Qualitätsbewusstsein der Verbraucher und gleichermaßen an dem der Produzenten. Die deutschen Winzer, vor allem die junge Generation, denken um: mittlerweile heißt das Motto „Klasse statt Masse!"; sie legen dabei großen Wert auf geringere, aber qualitativ hochwertigere Erträge.
Bei vielen Konsumenten ist ein Hinterfragen, beispielsweise der Inhaltsstoffe verschiedenster Produkte, erkennbar, sie achten sehr auf ihre Gesundheit und legen großen Wert auf ihr Wohlbefinden.
Aber das Geheimnis liegt wohl darin, dass Deutscher Wein einfach wunderbar schmeckt!
F: Wie sehen Sie Ihre Aufgabe als Weinkönigin?
A: Bei meiner Wahl im September wurde mir eine ähnliche Frage gestellt. Damals habe ich geantwortet „ich möchte dem Wein ein Gesicht verleihen", denn dadurch können sich sowohl die Winzer, als auch die Einheimischen und Touristen besser mit unserem Produkt Wein identifizieren. Als Weinkönigin repräsentiere ich nicht nur den Berufsstand der Winzer, sondern auch unsere Weinkulturlandschaft - zwei große Herausforderungen, beide jedoch reizvoll, spannend und wunderschön.
Ich freue mich darüber, meine Begeisterung für den Wein auch in anderen Menschen wecken zu können und sie dadurch von unseren Spitzenerzeugnissen zu überzeugen.
F:Wie muss für Sie der perfekte Riesling sein?
A: Mein perfekter Riesling wächst, wie könnte es anders sein, an den Moselsteilhängen. Nur hier zeigt er seine ganze Aromenvielfalt und erhält, durch den Schiefer, seine angenehme Mineralik.
Schwer zu sagen, wie „der" perfekte Wein sein sollte - es kommt sehr auf meine Stimmung an: beispielsweise bevorzuge ich an lauen Sommer-Abenden einen mineralischen, trocken ausgebauten Kabinett, zu einem opulenten Essen eine schöne Spätlese; es darf auch gerne mal ein etwas älterer Jahrgang sein - hauptsache Riesling!
F: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Mosel und des Moselweins?
A: Ich erhoffe mir für die Mosel und unseren Wein weiterhin so viel Zuspruch von Besuchern und Weinfreunden aus aller Welt. Ich denke, sowohl für Produzenten als auch für Konsumenten sind solche Jahrgänge wie die der letzten Jahre wünschenswert - typische Moselweine von hoher und höchster Qualität, variationsreich und mit Genussgarantie. Ich wünsche der Mosel und ihren Winzern die perfekte Mischung aus Tradition und moderner Technik, aus Erfahrung und Innovation. Außerdem wünsche ich mir, vor allem für unsere nachfolgenden Generationen, den Erhalt unserer einzigartigen (Wein-)Kulturlandschaft, denn wo sonst auf der ganzen Welt findet man so eindrucksvolle Landschaftszüge, die in dieser Art von verschiedenen Völkern in verschiedenen Jahrtausenden bewirtschaftet und kultiviert wurden?















